Nad schnackt – Von sozialen Keksen und Teil 2 des Branding-Kurses

Hey,

diese Woche geht es weiter mit Teil 2 der Projektvorstellung des Branding-Kurses an meiner Uni^____^ Falls ihr Teil 1 verpasst habt, könnt ihr HIER klicken. Wie schon vorletzte Woche angekündigt, wird das bisherige Design komplett über den Haufen geworfen. Wie das ganze Packaging jetzt aussieht, seht ihr im Folgenden:

Da die Verpackung insgesamt irgendwie zu exotisch wirkte und ziemlich überladen mit Fotos, Illustrationen, Icons und Texten war, habe ich anschließend Tabula rasa gemacht und mich von so ziemlich allem verabschiedet, was die Verpackung vorher ausgemacht hat. Die Textur wurde geändert durch eine Kartonoptik ersetzt, im Vordergrund stehen jetzt das Logo, der Schriftzug der Kekssorte und die Icons. Auf Illustrationen oder Fotos habe ich vollständig verzichtet, stattdessen werden die Kekssorte sowie die Prüfzeichen (FairTrade, Bio, Vegan etc) und die Story der Kekse als Piktogramme dargestellt.

Die ganze Aufmachung wirkt jetzt aufgeräumter und cleaner, das Durcheinander von vorher wurde größtenteils aufgehoben. Das Sichtfenster gibt es nicht mehr, stattdessen steht in einem Schriftzug auf der Frontseite der Packung, welche Anforderungen die Kekse erfüllen. Diese Anforderungen werden noch einmal in Form von Piktogrammen auf der Unterseite der Packung aufgegriffen und visualisiert.

Die Farbgebung ist stark minimiert worden: Die Schlüsselfarbe des Package Designs stellt einen Neonton dar, der von Sorte zu Sorte variiert und durch den starken Kontrast zur Verpackungsfarbe einen Eyecatcher darstellt. Die Schrift wird grundsätzlich in weiß gesetzt und rückt durch die enorme Größe (trotz der Feinheit und Dünne der Schrift) in den Vordergrund, vor allem auf der Verpackungsoberseite.

Kritik vom Prof und dem Kurs an dem Package Design war, dass man immernoch nicht die Story des Kekses sehen kann: Was macht der Keks mit mir, wozu ist der gut und warum brauche ich ihn? Arbeitet man vielleicht mit Fotos? Oder mit Piktogrammen? Die Story, die hinter den Keksen steckt, ist wichtig und muss visuell auffallend umgesetzt werden.

Daraufhin setzte ich mich ein weiteres Mal an die Verpackung und versuchte, die Story in Form von handgezeichneten Icons zu visualisieren. Die Icons erzählen kurz zusammengefasst, wie schlecht es dem Kunden durch die Mangelernährung geht, er sich dann aber die Cookie Care-Kekse kauft, die aus natürlichen Zutaten bestehen, und die nach Verzehr alle wichtigen Vitamine und Mineralstoffe an den Körper abgeben, woraufhin es dem Kunden wieder gut geht.

Zugegeben: Die meisten Menschen sehen trotz Mangelernährung nicht unglücklich aus, trotzdem habe ich sie so gezeichnet. Der Hintergrund: Vor allem junge Menschen kriegen kaum mit, wenn sie sich unzureichend mit Vitaminen versorgen. Oftmals hat der Körper auch eigene Reserven, die sich aber nach und nach aufbrauchen, z.B. hält der Vitamin B12-Speicher in der Leber ca. 3 Jahre. Mit der Zeit machen sich Symptome wie Müdigkeit und Konzentrationsschwäche jedoch immer mehr bemerkbar, das Nervensystem wird zusätzlich geschädigt.

Die Kritik des Kurses ging dieses Mal in Richtung der Piktogramme: Der Stil gefiel, aber es waren einfach zu viele Icons auf der Packung. Das sieht man in der Gesamtansicht am besten – insgesamt sind über 14 kreisrunde Icons auf der Verpackung, dazu kommt das runde Logo von Cookie Care. Des Weiteren ist das gesamte Design viel zu clean und die Farben passen nicht zur „Wärme“ des umsorgenden Caregivers, den ich mir ja als Archetypen für dieses Projekt ausgesucht hatte.

Natürlich geht das Projekt weiter, denn die Kritik will umgesetzt und das Projekt für die Jahresausstellung 2014 präsentierfähig gemacht werden. Daher gibt es in ein paar Wochen, wenn ich an dem Projekt weitergearbeitet habe, dann abschließend Teil 3 und ggf. noch Teil 4^______^ Ich hoffe, es hat euch heute gefallen – wie immer würde ich mich riesig über Kritik und Anregungen freuen. Unter diesem Post gibt’s dafür extra das Kommentarfeld, das gerne fleißig genutzt werden darf^_____^

Bis zur nächsten Woche dann,

Eure Nadine

 



Ein Kommentar zu “Nad schnackt – Von sozialen Keksen und Teil 2 des Branding-Kurses”

  1. Quaps sagt:

    Hallo Dinie,
    insgesamt finde ich: Dein Prof hat Recht. Der Keks muss im Vordergrund stehen. Die Verpackung sieht aus wie ein Stück Beton, aber ich will doch nicht auf Stück Beton beißen, ich will den Keks-Geschmack spüren bzw. sehen . Das ganze muss den Speichelfluss beim lesen/schauen anregen. Also sind Bilder vom Geschmackserlebnis gefragt. Und klar: positive Kritik ist klar besser. Du bist ja auf einem guten Weg ,-))

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