Nad schnackt – Von Kritik am System und einem Typografiekurs

Hey,

letzte Woche hatte ich euch ja schon einen kurzen Einblick in einen Designkurs bei mir an der HAW gegeben (der Kurs hieß Markenkommunikation). Heute möchte ich das noch durch den Typografiekurs ergänzen, in den ich noch ganz knapp reingekommen bin.

Auf den Bildern in der Mini-Galerie seht ihr ein Foto aus dem Kurs und meine drei typografischen Arbeiten zum Thema „Breche aus einem Raster aus – Zerstöre Harmonie durch einen einzigen Eingriff“. Das Ganze soll später das Cover der Zeitschrift „DU“ werden. Ich würde diese Arbeiten eher als Experimente bezeichnen, weil ich in Typografie noch nicht so bewandert bin und einfach versucht habe, mit Mustern und einfachen Mitteln der Aufgabenstellung gerecht zu werden. Wie findet ihr Arbeiten und welche gefällt euch am besten/am wenigsten?

Wie ihr auf dem Foto aus dem Kurs erkennen könnt, hängen alle Arbeiten meiner Kommilitonen und mir an der Wand. Das war bei Markenkommunikation genauso. Allerdings geht das Plenum hier im Typografiekurs nicht reihum die Arbeiten durch – man kann sich diejenigen raussuchen und besprechen, die einem besonders gut gefallen. Das ist natürlich irgendwo ganz gut, weil es immer schöner ist, positives Feedback zu bekommen. Jedoch kommt die negative, konstruktivere Kritik meiner Meinung nach zu kurz. Außerdem kommt es bei dieser Art der Kursbesprechung auch oft dazu, dass es zu einigen Projekten gar keine Rückmeldung gibt, weil sie einfach übersprungen werden. Ich persönlich lerne immer mehr, wenn man mir (am besten konkret) sagt, was man falsch gemacht hat.

Die Problematik mit dem spärlichen, kritischen Feedback ist mir leider auch schon bei anderen Kursen aufgefallen. Ich habe den Eindruck, dass Professoren oftmals viel zu vorsichtig kritisieren. Klar, niemand freut sich über negatives Feedback. Vor allem im Bereich Gestaltung nimmt man sich so etwas dann schnell zu Herzen. Allerdings finde ich es auch nicht richtig, konstruktive, hinterfragende Kritik zurückzuhalten oder nicht zu erläutern, wieso eine schwache Arbeit schwach ist. Nur zu hören, dass ein Projekt „interessant“ sei oder dazu animiert zu werden, so weiterzumachen wie bisher, um am Ende des Semesters dann festzustellen, dass man totalen Murks gemacht hat oder vielleicht eher in eine andere Richtung hätte arbeiten sollen. Man kann nicht dazulernen, wenn man nicht weiß, wo seine Fehler und Schwächen liegen.

Soviel zur „Kritik am System“^^Wie seht ihr das? Würdet ihr gerne auf eure Fehler aufmerksam gemacht werden – auf die Gefahr hin, dass es euch verletzt? Oder lernt ihr am besten, wenn ihr ausschließlich positives Feedback erhaltet? Eure Meinung könnt ihr in dem Kommentarfeld unter diesem Blogtext schreiben. Es interessiert mich natürlich, wie ihr dazu steht.

Das war es auch schon für diese Woche! Denkt an einen Kommentar zu den drei typografischen Arbeiten oder zum Thema „Negative Kritik an Projekten“. Je mehr Feedback von euch kommt, desto besser^___^

Bis zur nächsten Woche dann,

 

Eure Nadine



3 Kommentare zu “Nad schnackt – Von Kritik am System und einem Typografiekurs”

  1. Maike sagt:

    Moin Nadine ! Mir gefällt das mittlere Bild am besten,weil das Du am besten herauskommt und zu erkennen ist.Bei dem Linken kann man es gar nicht erkennen und beim rechten nur schwer. Ob das mit der Aufgabenstellung zusammenpasst weiß ich ja nicht,aber für mich ist das Du immer wichtig :-).Außerdem wenn die Zeitschrift so heißt,sollte es auch zu erkennen sein.Das rechte sieht eher aus wie die Zinnen einer Burg .Zum Thema Kritik stimme ich dir zu: nur positive Bemerkungen helfen mir nicht unbedingt weiter.Allerdings sollte Kritik sachlich und konstruktiv sein und nicht verletzen.Nur zu sagen ” Gefällt mir nicht ” ist zu wenig.Ich denke auch,dass jeder ein Feedback zu seinem Projekt verdient hat.
    Vielleicht schaffst du es ja das mal anzuregen.Viel Erfolg dabei ! Mit freundlichen Grüßen Maike

  2. Lexvandis sagt:

    Moin Maike! :) Vielen Dank für deinen umfangreichen Kommentar! Das mittlere Bild ist auch mein persönlicher Favorit – was zum Teil auch daran liegt, dass es, je nach Distanz, ganz anders auf den Betrachter wirkt. Je näher man an das Bild herangeht, desto mehr verschwimmt der Schriftzug. Dass es dir am besten gefällt, freut mich sehr :)
    Und das mit der Kritik ist wahr. Ohne ausreichende Begründung bringt einem das beste Lob oder die schlechteste Kritik nichts.
    Das DU-Projekt stelle ich übrigens auch noch weiterhin vor in den kommenden Wochen – bis es ein fertiges Cover gibt :)

    Liebe Grüße aus Hamburg!

  3. […] der einzelnen Unikurse zeigen kann^____^ Heute geht es wieder um „Grundlagen der Typografie“ (HIER hatte ich euch einen ersten Eindruck des Kurses vermittelt). Insgesamt würde ich sagen, dass der […]

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